Heilfasten
Hier gibt es sehr unterschiedliche Varianten. Folgt man der Lehre von Dr. Otto Buchinger, so nimmt man während des Fastens in erster Linie Säfte und Gemüsebrühe zu sich. Einläufe reinigen nebenbei den Darm. Alt gewordene Brötchen mit Milch sind zusätzlicher Bestandteil der Fastenkur nach Franz Xaver Mayr. Noch etwas variantenreicher ist die Schrothkur (nach Johann Schroth). Fett- und salzlos ist hier das Essen während des Fastens. Hafer- und Grießbrei gehören zu den empfohlenen Nahrungsmitteln, ebenso Ost und Gemüse, das gekocht wird, und trockene Brötchen.
Tage mit wenig Flüssigkeitszufuhr (etwa einem halben Liter) wechseln sich ab mit Tagen, in dem der Körper verstärkt Flüssigkeit bekommt. Gerade dieser Teil der klassischen Schrothkur gilt heute vielen als bedenklich, da man von einem dauerhaften Bedarf von mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag ausgeht. Andere wie etwa der deutsche Schrothverband schwören auch auf diesen Teil der klassischen Schrothkur. Über 90 Schrothkurbetriebe bieten diese Art der Entschlackung in Deutschland an. Die Schrothkur wurde mittlerweile einige Male modifiziert, um sie besser in Einklang mit moderner Ernährungswissenschaft zu bringen. Einige Fastenkuren kommen auch gänzlich ohne feste Nahrung aus: Dazu zählen etwa Tee-, Molke- oder Saftkuren. Beim Früchte-Fasten wiederum ist die Anzahl der Kalorien, die an man an Fastentagen zu sich nehmen darf, oft auf ungefähr 1000 beschränkt: Gegessen wird Obst, getrunken Wasser und Kräutertee.
Achtung: Planen Sie längere Fastenkuren nicht ohne ärztliche Begleitung. Fangen Sie klein an und fasten Sie vielleicht erst einmal eine Woche lang, auch wenn beispielsweise der Deutsche Schrothverband eine Kur von mindestens zwei, besser drei Wochen fordert. Beobachten Sie genau, wie Sie sich fühlen, was mit Ihrem Körper passiert. Auf das Fasten verzichten sollten beispielsweise Schwangere, Menschen mit Diabetes vom Typ 1 und Menschen mit Krebserkrankungen.